„Dieser Reisebericht ist eine kleine Sensation."

John Steinbeck: Russische Reise
Mit Fotos von Robert Capa
Büchergilde 17,90 €
Edition Büchergilde 19,90 €
Steinbecks „Russische Reise" erscheint erstmalig in deutscher Übersetzung
Zwei berühmte amerikanische Reporter, Schriftsteller der eine, Fotograf der andere, reisen für die „New York Herald Tribune" 1947 einige Wochen durch das Rätsel namens Sowjetunion. Den beiden war aufgefallen, „dass es einige Dinge in Russland gab, über die niemand schrieb, und dass es gerade diese Dinge waren, die uns am meisten interessierten. Was tragen die Leute dort? Was tischen sie zum Abendessen auf? Feiern sie Feste? Wie lieben sie, und wie sterben sie?" Sie kommen durch Moskau, nach Stalingrad, in die Ukraine, bis nach Georgien. Sie sehen zerstörte Städte und Bauernhöfe, besuchen Fabriken und Genossenschaftsbetriebe. Sie treffen freundliche Menschen, die unter großen Mühen ihr kriegswundes Land wieder aufbauen, denen es aber trotzdem gelingt, dem Leben Freude abzuringen. Menschen, die gerne Brot und Borschtsch mit Fremden teilen, die sehr an Amerika interessiert sind und deren Vorstellungen von diesem Land ebenso unzutreffend und manipuliert sind, wie dies umgekehrt der Fall ist.
Steinbeck beschreibt die Menschen und ihr karges Leben in berührenden Vignetten, zeigt uns Fabrikarbeiter, Bauern, Angestellte bei der Arbeit und Freizeit, und berichtet mit viel Humor über die kleinen Reisemissgeschicke, die ihm und seinem Begleiter zustoßen. Capas klare Aufnahmen fangen unverstellt die Menschen in ihrem Alltag ein, zeigen die zerstörenden Spuren der jüngsten Vergangenheit, die das Land überziehen. „Russische Reise" beschreibt eindrücklich und zartfühlend die Situation eines Landes, das durch den Zweiten Weltkrieg verheerende Verluste erlitten hat und dessen Bewohner sich nach Normalität sehnen.
„Dieser Reisebericht ist eine kleine Sensation."
- Literaturen, Heft 1/2011 -
John Steinbeck und Robert Capa reisten 1947 für die „New York Herald Tribune" durch die Sowjetunion, um die Befindlichkeiten und das Leben des russischen Volkes selbst in Augenschein zu nehmen und zu dokumentieren. „Russische Reise" ist ein berührendes Zeitdokument, literarische Reportage und das freundschaftliche Porträt eines der großen Fotografen des 20. Jahrhunderts.

John Steinbeck (1902-1968), amerikanischer Erzähler deutsch-irischer Abstammung, war als Reporter, und im Zweiten Weltkrieg als Kriegsberichterstatter tätig. Für sein erzählerisches Werk wurde Steinbeck unter anderem mit dem „Pulitzer-Preis" und dem „Nobelpreis für Literatur" ausgezeichnet.
Robert Capa (1913–1954), US-amerikanischer Fotograf und Journalist ungarischer Abstammung, wurde als Kriegsreporter bekannt. 1947 gründete er mit anderen Fotografen die Fotoagentur Magnum. 1954 reiste er für „Life" als Fotojournalist in den Indochinakrieg, dort wurde er durch eine Landmine tödlich verletzt.
John Steinbeck
Russische Reise
Weltlese, Band 6
Herausgegeben von Ilija Trojanow,
aus dem Englischen von Susann Urban,
mit 69 Schwarz-Weiß-Fotos,
fester Einband mit Schutzumschlag, 304 Seiten
Kleine Dia-Show Russische Reise
Sehen Sie hier fünf der insgesamt 69 im Buch enthaltenen Fotografien von Robert Capa























