Eine Übersicht über Peter Sloterdijks neueste Werke
Die Wirkung, die von Peter Sloterdijks Philosophie seit nunmehr knapp drei Jahrzehnten ausgeht, hat einen starken Grund darin, dass er den Begriff der Philosophie zuallererst in die Bewegung des Philosophierens übersetzt hat. Deutlich wird das auch in seinen neuesten Texten.
Der deutsche Schriftsteller, Autor und Philosoph Peter Sloterdijk
(Bild: picture alliance / dpa / Felix Heyder)
Jean-Henri Fabre: "Erinnerungen eines Insektenforschers"
Jean-Henri Fabre wird der Homer der Insekten genannt. In seinem dritten Band widmete er sich den Hautflügler. Er beschreibt seine Beobachtungen, die er jahrzehntelang mit seinen Insekten auf seinem kleinen Stück Land im südfranzösischen Sérignan durchgeführt hat.
Eine Biene saugt Nektar an einer Blume
(Bild: AP)
Eigentlich erzählt der katalanische Schriftsteller Jaume Cabré das Leben seines Helden Adriá Ardèvol gleich in mehreren Romanen, die zu einem einzigen verwoben sind. "Das Schweigen des Sammlers" ist ein titanisches Werk – sehr detailreich und ein wenig verschwommen.
Haupthandlungsort des Romans ist das Barcelona der 1950er- bis 90er-Jahre.
(Bild: Stock.XCHNG / Aschwin Prein)
Die einzige Tochter der berühmten DDR-Familie Brasch erinnert sich an ihre Kindheit, die Konflikte um den linientreuen Vater und die drei früh gestorbenen Brüder. Keine große Literatur - aber das Buch hat etwas atmosphärisch Schwebendes und angenehm Leichtes, ohne oberflächlich zu sein.
Die Berliner Radiomoderatorin Marion Brasch
(Bild: Jürgen Bauer)
Es ist ein großes Vergnügen, Stephen T. Asma auf seinem Streifzug durch die Kulturgeschichte der Monster zu folgen, auch wenn einem manchmal schwindelt bei all den Geschöpfen, die er aus der Finsternis zieht. Nach dieser Lektüre ist klar: Ohne Monster können wir nicht leben!
Das Krümelmonster aus der Sesamstraße gehört eher zu den liebenswürdigen seiner Art.
(Bild: picture alliance / dpa)
Erwin Seitz: "Die Verfeinerung der Deutschen. Eine andere Kulturgeschichte"
Das Bild der Deutschen ist stärker vom Schweren als vom Leichten geprägt. Zu Unrecht, wie Erwin Seitz in seinem Buch zeigt: Darin erscheinen unsere Vorfahren als durchaus lebenslustiger, genussfreudiger und auch sonst den Dingen des Lebens nicht gerade abgeneigter Menschenschlag
Selbst beim Fußball ist mittlerweile von der "Spielkultur" der Deutschen die Rede - im positiven Sinne.
(Bild: picture alliance / dpa / Roland Holschneider)
"Das Geschäftsjahr 1968/69" ist der Debütroman des Autors Bernd Cailloux. Die Kritiker waren begeistert, der Roman wurde 2005 für den Deutschen Buchpreis nominiert. Jetzt gibt es einen neuen Roman von Cailloux, der im Titel an die Sprache der Bilanzen anknüpft: "Gutgeschriebene Verluste".
Der Berliner Schriftsteller Bernd Cailloux schichtet die eigene Lebensgeschichte um.
(Bild: privat)
Ein Roman in Fragen? Ganz ehrlich: Am Anfang geht einem der Autor damit gehörig auf den Senkel. Doch je länger man liest, desto mehr nimmt Padgett Powells Projekt für sich ein. Fraglos ein wunderbares Buch!
Das Leben ist eine einzige Frage - oder?
(Bild: Deutschlandradio - Daniela Kurz)
Die Moderatorin Marion Brasch über ihre Kindheit in der DDR
Sie ist die letzte Überlebende einer berühmten Künstler- und Schriftstellerfamilie. Nun hat die Berliner Radiomoderatorin Marion Brasch ein sehr subjektives Buch geschrieben, das bewusst nicht als Biografie angelegt ist.
Marion Brasch. Sie wollte nie ein Buch über ihre Familie schreiben, dann änderte sie ihre Meinung.
(Bild: Jürgen Bauer)
Frank Schulz: "Onno Viets und der Irre vom Kiez. Roman", Galiani Berlin, Berlin 2012, 368 Seiten
Eine Detektiv-Thriller-Soziopathen-Komödie, die von Hamburg nach Mallorca führt: Mit "Onno Viets" erzählt der Hamburger Autor Frank Schulz die Geschichte eines Hartz IV-Empfängers, der Privatdetektiv wird. Leider nervt das andauernde Bemühen um Originalität.
Segelboote auf der Hamburger Alster. Hier hat das "Alstermonster" im Roman Touristen als Geiseln genommen.
(Bild: dradio.de)